Unorganisiertes Leben – unwertes Leben?

In seiner Novelle „Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk“[1] schildert Stefan Zweig die Erlebnisse des Erzählers, der die unerwartete Gelegenheit erhält, einen Taschendieb bei der Ausübung seines „Handwerks“ zu beobachten. Möglich wird diese Beobachtung nur dadurch, dass der Erzähler ohne ein bestimmtes Ziel durch Paris schweift und sich ganz den Erscheinungen hingeben kann, die diese Stadt zu bieten hat. In den Worten des Erzählers: „Ich machte keinerlei Plan, ich gab mich frei, schaltete jeden Kontakt auf Wunsch und Ziel ab und stellte meinen Weg ganz auf die rollende Scheibe des Zufalls, das heißt, ich ließ mich treiben, wie mich die Straße trieb (…).“[2] Weiterlesen

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