Staatsverschuldung – Mythos und Wahrheit

Immer wieder ist die Behauptung zu vernehmen, dass unter der Führung von Bruno Kreisky der österreichische Staat sich übermäßig verschuldet habe. Unbestritten ist hierbei, dass die Staatsschulden in dieser Ära rasant gestiegen sind, allerdings ist dieses Phänomen nicht auf Österreich beschränkt, sondern trifft auf die gesamte Staatenwelt zu. Kreisky hat diese Verschuldung jedoch propagandistisch als Betreuung der Arbeiterschaft ausgegeben, indem er verkündete, dass ihm ein paar Millionen Schulden mehr lieber wären als ein paar Tausend Arbeitslose mehr. Da für solche Zwecke niemand in der bürgerlichen Gesellschaft Verständnis hat, wird ihm dies heutzutage zum Vorwurf gemacht. Würde man diese Selbstdarstellung Kreiskys jedoch als die Heuchelei ad acta legen, die sie schließlich war, so könnte man vielleicht auf den Gedanken kommen, dass der österreichische Staat damals genauso wie davor und danach zur Modernisierung seiner Volkswirtschaft Schulden gemacht hat. Deswegen war Österreich ja auch unter Kreisky nicht der einzige Schuldenmacher, sondern befand sich hierin in Übereinstimmung mit den übrigen Staaten. Weiterlesen

 

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